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Die Burg Vlotho

Hoch auf dem "Amtshausberge", hinter Bäumen verborgen, finden wir die Burg Vlotho. Die strategische Lage läßt den Schluß zu, daß diese Wallburg wohl schon vor 2000 Jahren bestanden hat. Sie umfaßt das Gebiet vom Jugendhof bis zum vorderen Burggraben.


Burg Vlotho im 16. Jahrhundert.

Als Erbauer der Burganlage gelten die Edelherren von Vlotho. Aus dem Jahre 1180 gibt es die erste schriftliche Überlieferung, aber die Burg dürfte weitaus älter sein. Die Edelherren mußten in ihrer Grundherrschaft (rund 200 Höfe) auch echte Herrschaftsrechte besessen haben. Im Jahre 1214 starb das Geschlecht der Edelherren von Vlotho aus.
Die Grafen von Ravensberg wurden beerbt. Diese traten im Jahre 1246 die Burg Vlotho an die Grafen von Tecklenburg ab. Durch die Heirat mit Elisabeth von Tecklenburg wurde Graf Heinrich von Oldenburg ("der Bogener") im Jahre 1258 neuer Besitzer. Er riß die Burg ab und baute auf dem Schutt eine neue Burg. Im Jahre 1270 starb Graf Heinrich von Oldenburg.
Graf Otto der III. von Ravensberg machte das Erbe des Hauses auf Vlotho wieder geltend und nahm die Burg mit Hilfe seines Vetter, dem Edelherren Heinrich zum Berge, mit Gewalt in Besitz.
Erzbischof Siegfried von Westerburg bewegte später Gerhard zum Berge (den Sohn Heinrichs) ihm seine Hälfte der Burg zu verkaufen. Da der Erzbischof Angriffe von Seiten der Ravensberger Grafen erwartete, verpflichtete er Hermann von Stromberg als Burgmann. Dies geschah auch. Die Grafen von Ravensberg nahmen in einer offenen Fehde Hermann von Stromberg gefangen (ungefähr 1280).
Dieser mußte die ganze Burg Vlotho und seine Burg Limberg am Wiehen, sowie der zugehörigen kleinen Herrschaft Börninghausen den Grafen ausliefern, um sich aus der Gefangenschaft zu lösen.
Danach gab es noch einige Besitzer der Burg Vlotho.
Im 16. Jahrhundert ist sie zum dritten Male restauriert worden.
Die erhaltene Ruinen dokumentieren die wechselvolle Geschichte von Burg und Stadt. Burgruine und Burgrestaurant sind heute beliebte Ausflugsziele für Bürger und Gäste.

Andreas Büsching, PW den 17.01.2000