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Die Uffo-Burg in Remke

8 km südostwärts von Rinteln finden wir die Uffo-Burg. Nach dem Besitzer ist auch die am Fuße des Burgberges verlaufende Straße genannt (Graf Uffo-Weg). Sie zweigt hinter einem Gasthaus in Bremke ab.
Das Gesamte Burggebiet (Haupt- und Vorburg) umfaßt etwa 200*250 Meter und ist von einem kräftigen Wall und manchem tiefen Graben umzogen. Ein Turm könnte im nordwestlichen sowie im südwestlichen Teil der Innenburg gestanden haben, denn hier findet man kreisrunde, trichterförmige Vertiefungen.
Weiter südlich kann man noch weitere Überreste finden. Hier könnten ein Brunnen und Gebäude gestanden haben. Die in den lichten Hochwald liegendeAnlage regt Phantasie und Vorstellungswille des Besuchers lebhaft an.
Über den Erbauer und den Grund ihrer Zerstörung konnte man bis heute noch nichts sagen. Sicher ist, das sie nur von der Mitte des 9. Jahrhunderts bis ca. 920 bewohnt war. Es herrschte hier eine Adelsfamilie über eine ihnen hörige, zu Diensten und Aufgaben verpflichtete Bevölkerung. Der Mindener Chronist Hermann von Lerbeck (1400) berichtete, ein Edelherr namens Uffo habe diese Burg gebaut und bewohnt. Es kann aber auch sein, das Märchenerzähler und Vaganten ihn erfunden und in die Klosterzelle Hermanns von Lerbeck getragen haben. Uffo soll auch die Frankenburg bei Todenmann gebaut haben.

In dem Buch Westfälische Sagen (1927) steht eine schöne Sage über diese Burg:
Alle 7 Jahre erschienen auf der Uffoburg 3 verzauberte Jungfrauen. Wer sie erlösen wollte, mußte an 3 Abenden hintereinander über den Schloßberg gehen. Ein junger Bursche aus Bremke versuchte es, kriegte es aber am dritten Abend mit der Angst und lief fort. Eine der Jungfrauen rief hinter ihm her; doch er hörte nicht drauf.
Da jammerte sie:" Nun muß eine Eichel vom Eichbaum fallen, daraus muß eine Eiche wachsen, und aus der Eiche muß eine Wiege gemacht werden. In der Wiege muß ein Kind groß gewiegt werden, und das Kind kann uns erlösen."

Andreas Büsching, PW den 19.07.2000