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Burg Falkenstein

Zwischen Meisdorf und Pansfelde, hoch über dem Selketal, liegt die Burg Falkenstein. Inmitten eines Naturschutzgebietes erhebt sie sich auf einem Bergsporn.
Die Burg Falkenstein wurde zwischen 1115 und 1120 erbaut. Sie ist eine der eindruckvollsten und besterhaltenen Burgen des Harzes.
Die dreiflügelige Anlage mit ihren sieben Toren, Zwingern und drei Halsgräben gehört wohl zu den wehrhaftesten der Gegend.


Eingang zur ersten Vorburg.

Vom Osten her, der Hauptangriffsseite, wird die dreiseitige Kernburg durch eine 17m hohe und 4m dicke Schildmauer geschütz. Darüber thronend liegt der Bergfried.
Er ist freistehend und hat einen tropfenförmigen Grundriß. Der Bergfried hat einen Durchmesser von 8,5 m und ist 31 m hoch.


Blick vom Burgfried in den Hof.


Die drei Vorburgen mit ihren Tor und Zwingeranlagen sind so angeordnet, das sie einen eventuellen Gegner so durch die sieben Tore führen, das die rechte ungeschützte Schwertseite immer zur Burg zugewand bleibt.
Um den engen Hof der Kernburg Gruppieren sich Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Im Nordflügel liegt der Palas, dessen Kellergeschosse den romanischen Ursprung vermitteln. Die Küche, im Erdgeschoß des Südflügels, mit ihren 17 Meter hohen Kaminschlot gehört zu den wenigen voll funktionstüchtigen Burgküchen in Sachsen-Anhalt.

Erbaut wurde die Burg durch Burchard d. J. von Konradsburg (==> Stammsitz der Grafen von Falkenstein). Schon 1120 ist er erstmals als Herr zu Falkenstein erwähnt. In der folge wird die Konradsburg als Wohnsitz aufgegeben. Seit 1155 sind die nunmehrigen Falkensteiner als Grafen verbürgt, um 1200 erlagen sie die Vogtei über das Stift Quedlinburg,
In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist mit Graf Hoyer II. der bekannteste Falkensteiner Haupt der Familie. Unter seinem Einfluß und mit seiner Förderung verfasste Eike von Repgow zwischen 1220 und 1235 mit dem "Sachsenspiegel" das bedeutendste deutsprachige Rechtsbuch des Mittelalters. Der Legende nach wurde es sogar auf dieser Burg geschrieben.
1334 erlösch mit dem Tod von Burchard V. die Familie Falkenstein.
Die Burg wurde mit allen Besitzungen dem Hochstift Halberstadt übertragen.
Vom Bistum ging der Falkenstein der Falkenstein 1437/49 an die Herren von der Asseburg über, die bis zur Enteignung im Ergebnis des zweiten Weltkrieges seine Geschicke bestimmten.
Heute ist sie eine Museumsburg, in der auch eine Falknerei Vorführungen hält.

Andreas Büsching, PW den 01.03.05