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Die Burg Polle

Ungefähr 2 Stunden nödlich von Holzminden liegt am linken Weserufer die Burg Polle. Der Standort wurde sehr gut ausgewählt, da der Berg "Polle" nach 3 Seiten steil abfällt.
Die frühere Burg umfaßte die beiden oberen Burghöfe der heutigen großräumigen Anlage. Wie damals üblich gab es die Vorburg und die Hauptburg mit dem Turm. Alles übrige, die terassenförmig aufsteigenden Vorhöfe, ihre Bauten und das einst so stolze Torgebaude mit dem prächtigen Wappenstein sind erst viel später entstanden.
Der Grundriß der Anlage ähnelt sehr stark dem der Burg Everstein. Die Erbauer, die Grafen von Everstein, haben versucht, nach Norden hin, wo sie noch einige Güter hatten, politischen Raum zu gewinnen. Hier überlagerten sich, stärker als im übrigen Osning-Weser-Dreieck, untereinander streitige Machtansprüche Geistlicher: der Bischhof von Paderborn und Minden und der Abtei von Corvey und Fulda.
Polle ist eine der schönsten Burgruinen des Weserlandes und ein beliebter Ausflugsort. Alle zwei Jahre findet hier ein Burgfest statt, an dem auch wir teilnehmen.


Burg Polle im 13. Jahrhundert.



Gedicht eines ungenannten Dichters:

"Wer stieg nicht gern zu dir hinauf,
Von deiner Mauerzinne
Zu schauen des Weserstromes Lauf,
Zu spähn mit frohem Sinne
In blaue Fern!, wenn rings erfüllt
Der Abendsonne Glanz das Bild!

Bis Dämmerung bricht ins Thal herein,
Nur noch der Berge Gipfel
In Purpur glühn - bis Nacht tritt ein,
Und in der Bäume Wipfel
Der laue West das Laub bewegt,
Und alte Mähr hernieder trägt:

War einst ein Graf von Everstein,
Der haust auf dieser Veste,
Ein reicher Herr, des goldner Wein
Galt weithin als der beste.
Hei! Jagdtgelag und Ritterspiel
Sah man zur Burg in Polle viel."



Andreas Büsching, PW den 30.11.99