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Der Hexenstein zu Vlotho

Zum Burgberg führt ein steiler Weg hinauf. Dieser macht einen recht scharfen Rechtsknick an einem kahlen Buckel.
Diese Ecke nennen die Vlothoraner "auf dem Vogelbaum".
Früher lag hier ein großer, aus nordischem Granit bestehender, Findling. Diesen nannte man den Hexenstein.
Man sagt, das unter ihm Hexen wohnten und schliefen. In jeder Neujahrsnacht um Punkt 23 Uhr kamen sie hervor.
Es war Jahr für Jahr der gleiche Ablauf...
Sie setzten sich oben auf den Findling und ritten auf ihm den Berg hinunter. Wie auf einem Schlitten rutschten sie, mit lautem "Hui" geschreie, den steilen Hang hinunter.
Doch jeder Spaß ist einmal zu Ende.
Einmal unten angekommen mußten die Hexen den Stein wieder auf den Berg schieben. Mit schrecklichem Gestöhne schoben sie den schweren Findling wieder auf seinen alten Platz.
Wenn die Kirchturmuhr in der Stadt Mitternacht schlug, mussten die Hexen die schwere Arbeit vollendet haben. Die Geisterwesen waren dann auch Glockenschlag 24 Uhr auf dem "Vogelbaum" angelagt.
Sie rückten den Stein zurecht und krochen wieder zurück in ihre Behausung.
Hier warteten sie nun ein Jahr ab, um wieder hervor zu kommen.
Ob sie wohl heute noch darunter sitzen mögen?

Eher nicht. Der Stein ist beim Bau des Kriegerdenkmals mit verwendet worden. Von den Hexen fehlt jede Spur.

Andreas Büsching, PW den 25.12.05