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Die Burgfrau der Uffoburg bei Bremke

Die Grafen der Uffo Burg waren sehr häufig in Fehden und Überfälle verwickelt.
So kam es, daß die Burg von einem feindlichen Heer belagert wurde. Die fremden Bogenschützen schossen das Bauwerk in Brand und die Belagerer machten sich zur einnahme bereit.
Als nun alles in Flammen stand und es keinen Ausweg mehr gab, raffte sich die Burgfrau alle ihren Mut zusammen, zog sich ihr schönstes Kleid an und begab sich zu den Anführer der Feinde.
Die schöne Frau umschmeichelte den rauhen Ritter und dieser gewährte ihr zwei Bitten.
Zum einen dürfte sie denn getrost ihre Schätze, so viel sie tragen konnte, aus der Burg heraustragen und behalten. Zum anderen durfte sie, ehe das Land an die Eroberer viel, noch einmal auf eigenem Grund und Boden eine Aussat machen und die Ernte erhalten.

Da die Burgfrau ein resolute Person war, hatte sie in ihrer Kiepe, zum großen erstaunen der Feinde, nicht nur ihr Geschmeide herausgerettet, sondern sie trug auch noch ihren wohlbeleibten Ehemann auf dem Rücken vorbei an den glotzenden Belagerern.
Und nun ging sie mit Eifer an die Verwirklichung der zweiten Vergünstigung.
Nicht weniger listig als bei der ersten Bitte ging sie hier zu Werk, denn als Samenkörner verwendete sie Eicheln und Bucheckern, eine dauerbringende Ware.
Denn, bis sie die Bäume ernten konnte, waren die Zeitverhältnisse so geändert, daß kein Anspruch von den Fremden auf ihr Eigentum mehr erfolgen konnte.
Die Feinde konnten freilich lange warten, bis die Schlaue ihre Felder abgeerntet hatte. Und so ist das große Waldgebiet entstanden, das heute die Ruine ziert.

Andreas Büsching, PW den 19.02.06